| Zweites Rhein-Krokodil gesehen |
|
Foto: AP Der Direktor des Wuppertaler Zoos, Ulrich Schürer, kennt das Phänomen: "Bei ersten Gerüchten wird jeder Stock zum Krokodil." Wuppertal (dpa/-der). Das Krokodil-Jagdfieber am Rhein zieht immer weitere Kreise: Nachdem am Dienstag zwei Zeugen unabhängig voneinander Krokodil-Alarm bei der Wasserschutzpolizei gegeben hatten, will nun eine Frau bei Heidenfahrt im Kreis Mainz-Bingen schon am 9. Juni ein Krokodil im Rheinwasser gesehen haben. Der Ort liegt in der Nähe der hessischen Rheininsel Mariannenaue, die Polizei und Forstbeamte nach den erstem Hinweisen vergeblich durchsucht hatten. "Wenn es dort tatsächlich ein Krokodil geben sollte, ginge jedenfalls keine Gefahr von ihm aus", sagt Dr. Ulrich Schürer, Leiter des Wuppertaler Zoos, in dem Krokodile gezüchtet werden. Er steht der Existenz des Rhein-Krokodils skeptisch gegenüber. "Mit einem 1,50 Meter langen Krokodil geht niemand spazieren." Außerdem sei der Rhein als schnell fließendes Gewässer mit niedrigen Temperaturen für das Reptil nicht gerade angenehm. Es würde frieren und das Wasser schnell verlassen. Schürer kennt das Phänomen: "Gibt es erst Gerüchte, wird jeder Stock ganz schnell zum Krokodil. Das Rhein-Krokodil wird auch ohne eine Krokodilsträne wieder verschwinden", glaubt er. Tauchten tatsächlich einmal exotische Tiere in der Öffentlichkeit auf, so seien sie meist privaten Besitzern ausgerissen - wie Kaiman "Sammy". Während aus dem Wuppertaler Zoo noch nie ein Krokodil ausgebüchst ist, beflügeln in den Sommerwochen immer wieder exotische Ausreißer die Fantasie von "Großwildjägern": Leguan "Zeisi" spaziert durch die Innenstadt von Chemnitz, Känguru "Manni" hüpft durch die Wälder. In einigen Fällen erweisen sich die Tiere bei der aufwendigen Suche allerdings als Phantome. So blieb die Jagd auf einen angeblichen schwarzen Panter bei einem Streifzug durch die Wälder Oberbayerns im vergangenen Jahr ohne Erfolg. Bei ihren Ausflügen in die Freiheit lösen die Ausreißer nicht selten einen erheblichen Rummel aus. Der Suche mit Hubschraubern oder Booten schließen sich Schaulustige, Kamerateams und Reporter an. Trotz Technik und listiger Tricks entkommen manche der "Medienstars" für Tage ihren Häschern und genießen die vorübergehend gewonnene Freiheit. |
| Quelle: Westdeutsche Zeitung Freitag, 29. Juni 2001, S.8 |
| Jagd auf das "Rhein-Krokodil" |
|
Wiesbaden (dpa). Krokodil-Alarm im Rhein: Mit Booten und einem Hubschrauber hat die Polizei gestern in Hessen nach einem Krokodil im Rhein gesucht. Zeugen wollen das knapp 1,50 Meter lange Tier am Morgen in der Nähe von Eltville gesehen haben. Bereits vergangene Woche hatte es in Speyer erste Meldungen über ein angebliches Krokodil im Rhein gegeben. |
| Quelle: Westdeutsche Zeitung Mittwoch, 27. Juni 2001, S.8 |
| Vater und Kind beim ersten gemeinsamen Fototermin |
|
Foto: AP |
| Quelle: Westdeutsche Zeitung Donnerstag, 21. Juni 2001, S.8 |
| Streicheln macht gesellig |
|
|
| Quelle: GEO Nr. 6/2001 S.197-198 |
| Stichproben |
|
"Alles, was ich habe / ist meine Küchenschabe", dichtete vor vielen Jahren der liedermachende Reinhard Mey, und das klang beinahe zärtlich. Ähnlich zugetan sind wohl die wenigsten seiner Mitmenschen der gemeinen Schabe. Wer will es ihnen verdenken? Das Krabbelvieh ist nicht gerade eine Schönheit, frisst bevorzugt Verfaultes und verbreitet einen widerlichen Gestank. Im Landwirtschaftszentrum der Bayer AG im rheinischen Monheim leben 45 000 Stinker Seite an Seite mit 100 000 Fliegen, 60 000 Mücken, 120 000 Flöhen und allerlei anderem Kroppzeug. Alexandra Wehrmann (Text) und Matthias Schütz (Fotos) besuchten die größte Insektenzucht der Welt und erfuhren allerlei Interessantes. Wussten Sie etwa, dass die deutsche Schabe ursprünglich aus Südostasien kommt? Oder dass Kopfläuse im Gegensatz zu Katzenflöhen nicht springen können? Helfer in der Not Manche von ihnen sind so klein, dass sie mit bloßem Auge nicht zu sehen sind. Ein Mikroskop schafft Abhilfe, macht es doch ein wuselndes Gewirr von unzähligen Staubmilben sichtbar. "Das, was sie da sehen, ist natürlich nur ein Bruchteil dessen, was sie zu Hause im Teppich oder in der Bettwäsche haben", lacht einer der Bayer-Mitarbeiter, und noch während er so spricht, nimmt man sich vor, in Zukunft häufiger den Staubsauger zum Einsatz zu bringen und in kürzeren Zeitabständen die Bettwäsche zu wechseln. Berührungsängste Schaben in Öl Stichhaltige Argumente 8 000 Mückenarten unterscheidet man allein in Europa. Während Mückenstiche hierzulande in erster Linie lästig sind, können sie in tropischen und subtropischen Gebieten zu ernsthaften Erkrankungen führen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass weltweit jährlich über 550 Mio. Menschen allein an Malaria erkranken. Aber auch Gelbfieber, Dengue-Fieber, Hirnhautentzündung und Fadenwürmererkrankungen können von den kleinen Teufeln übertragen werden. Experten rechnen damit, dass sich exotische Mückenarten wie Gelbfieber- und Malariamücke u.a. durch den zunehmenden Reiseverkehr auch hierzulande immer weiter ausbreiten. Einige Tipps zur Vermeidung von Insektenstichen:
|
| Quelle: coolibri Juni 2001 S.16-18 |