Bau eines Terrariums für Großechsen
Es gibt einige Großechsen, wie z.B. Grüne Leguane (siehe Foto), Warane, Grüne Wasseragamen, Kaimane usw., für die ein handelsübliches Vollglasterrarium nicht mehr ausreichend ist. Lediglich als Jungtiere lassen sie sich in solchen Behältern pflegen. Ich möchte an dieser Stelle einige Tipps geben, wie man einen solches Großterrarium mit etwas handwerklichem Geschick selbst "zusammenzimmern" kann.

Als wichtigste Punkte sind zu beachten:

  • Der Behälter sollte bei möglichst geringem Gewicht eine möglichst hohe Stabilität vorweisen können.
  • Das Terrarium sollte gut gegen Feuchtigkeit isoliert sein, und auch bei dauerhafter Befeuchtung stabil bleiben.
  • Die elektrischen Anlagen sollten den Tieren nicht zugänglich sein
  • Der Innenraum und der Wasserteil sollten leicht zu reinigen sein.

   
Der Autor mit einem grünen Leguan     

Als erstes sollte man sich einen Platz für das Terrarium suchen. Es sollte, wenn möglich sehr hell platziert sein. Allerdings ist eine zu starke Sonneneinstrahlung zu vermeiden, da sich sonst eine Überhitzung nicht vermeiden lässt. Zunächst sollte ein geeigneter Baustoff ausgewählt werden. Ich empfehle hierzu erst einmal Holz. Im Baumarkt gibt es hierzu die entsprechenden Spanholzplatten. Nun beginnt man, aus dem Holz, das Terrarium in der gewünschten Größe zusammen zu bauen. Man sollte jedoch schon in diesem Moment überlegen, wie die technischen Gerätschaften (Beleuchtung, Heizung fürs Wasserbecken etc.) installiert werden sollen. Die Front sollte schon verglast sein, wobei es sich empfiehlt, diese Arbeiten von einem Glaser ausführen zu lassen. Nun kommen wir zur Innengestaltung. Zunächst muss das Terrarium gut abgedichtet werden. Die kannten habe ich dazu mit Silikon abgedichtet. Nun werden die Wände gestaltet. Hierzu verwendet man erst einmal Styropor, womit man eine Felsenstrucktur herstellt. Die Styroporfelsen werden auf dem Holz ebenfalls mit Silikon befestigt. Nun trägt man auf die gesamten Wände eine Mischung aus Haftputz und einer sandfarbigen Zementfarbe auf. Wenn das ganze getrocknet ist, bestreicht man die Wände mit Epoxydharz, der ebenfalls im Baumarkt erhältlich ist. Während man das Harz trocknen lässt, bewirft man die Wände mit Sand. So erhält die Rückwand eine Sandsteinähnliche Struktur, die es kletternden Arten ermöglicht, sie zu besteigen, die aber dennoch stabil, kratzfest und nässeabweisend ist. Nun kommen wir zum Wasserbecken, welches bei einigen Arten recht groß gewählt werden sollte. Hierzu empfehlen sich die im Pflanzenhandel angebotenen Gartenteichbecken, die aus einem glasfaserverstärkten Kunststoff bestehen. Es sollte jedoch immer darauf geachtet werden, dass den Tieren ein Ausstieg aus dem Wasser gewährleistet sein muss.

 

von Mathias Pilscheur